Ja, in Bern gibt es Autos.

Im “Absteller” der BernerZeitung vom 12. Mai 2009  entgeistert sich der neu in der Berner Altstadt wohnhafte Michael Vogt über Autos, die dort herumfahren oder parkieren. Wenn Herr Vogt eine solche Abneigung gegen Autos hat, dann wäre er vielleicht besser auf den Ballenberg gezogen, anstatt ins Herz der viertgrössten Stadt und Hauptstadt der Schweiz.
 

ABSTELLER

Es wäre so schön…

Neu in der Berner Altstadt wohnhaft, erstaunt es mich sehr, dass die “schönste Altstadt der Welt” als Parkhaus missbraucht wird. Für Touristen ist es fast unmöglich ein Foto von Brunnen, Türmen oder des Münsters zu knipsen, ohne Herrn Müllers BMW oder Meiers Opel in die Erinnerung mitnehmen zu müssen.

Zudem ist es unmöglich, in den Hauptgassen wie Markt-, Spital- oder Kramgasse an der Sonne zu spazieren, ohne von Hupkonzerten oder aufheulenden Motoren gestört zu werden. Wer sagt, wegen der Geschäften sei eine andere Lösung nicht realisierbar, der soll den Vergleich mit Zürich nicht scheuen!

Gefällt es den Bernerinnen und Bernern nicht, in Gartenbeizen zu verweilen, ohne gleich zugeparkt zu werden? Oder sorgen sie sich nicht, dass ihre Kinder von Tonnen auf Rädern bedroht werden?

Zum Schluss: Ja, Bern hat die schönste Altstadt der Welt! Aber lasst sie uns auch sehen…

Michael Vogt, Bern

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