Bahnhofplatz Bern: 1 Woche nach der Wiedereröffnung
Genau eine Woche nach der Wiedereröffnung ist auf dem Berner Bahnhofplatz das normale (Auto-)Leben wieder eingekehrt. Der Stadtingenieur Hans-Peter Wyss und der Gesamtkoordinator Verkehr, Markus Reichenbach, geben sich in einem Interview gegenüber der BernerZeitung erstaunt darüber, dass bereits wieder annähernd gleich viele Autofahrer diese Strecke benutzen wie zuvor. Man habe die Freigabe für den Verkehr wohl etwas zu gut kommuniziert.
Der Bahnhofplatz ist wieder für den Verkehr geöffnet. Und nun? - Das war’s, scheinbar. Denn in dieser genau einen Woche seit der Wiedereröffnung hat sich genau NICHTS getan. Der damalige Status Quo gilt leider auch noch heute. Besonders fahrlässig finde ich, dass die Bus/Taxi/Velo-Spur (also die jeweils rechte der beiden Fahrspuren) immer noch nicht als solche markiert ist. Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass diese Spuren ständig von Autos benutzt werden.
Was aber nun, wenn diese Zusatzspur plötzlich endet? Bei der Anfahrt vom Burgerspital her nämlich hört die Bus-Spur nach der Haltestelle neben der Heiliggeistkirche plötzlich auf. Die Autofahrer auf der rechten Spur, die sich mangels Markierungen am rechten Fahrbahnrand orientieren, merken nicht oder zu spät, dass sie den Autos auf der linken Spur gefährlich nahe kommen. Diese haben sich entsprechend am linken Fahrbahnrand orientiert. Beide befinden sich nun plötzlich direkt hintereinander - wenn’s gut geht.

Bisher scheinen all diese plötzlichen Annäherungen unfallfrei ausgegangen zu sein. Trotzdem frage ich mich, wieso die Markierungen nicht endlich aufgemalt werden. Zwar hat das Wetter daran wohl auch Mitschuld. Aber auch bei Regen hätten provisorische Strassenschilde aufgestellt werden können, die auf die verschiedenartigen Fahrspuren und auf die Verengung hinweisen.


Zwei Wochen nach der Wiedereröffnung des Bahnhofplatzes sind nun auch die Markierungen angebracht. Gemäss einer sehr freundlichen Antwort der Projekt-Verantwortlichen war tatsächlich das nasskalte Wetter schuld daran, dass diese nicht früher aufgemalt werden konnten. Doch darüber, wieso denn nicht wenigstens Schilder die Verkehrssituation deutlich machten, wurde in der Antwort kein Wort verloren.