Wie Schulkinder die Strasse überqueren

Ein Schulkind steht zwei Kilometer entfernt vor einem Fussgängerstreifen an einer verkehrsfreien Strasse. Und steht, und steht, und steht. Die Strasse zu überqueren scheint es also nicht zu wollen. Vielleicht wartet es auf ein Gschpänli? Doch kaum ist man vorbeigefahren, fängt das Kind an zu weinen. - Was lief hier falsch?

Immer wieder und wieder wurde dem Kind eingetrichtert, dass es erst loslaufen darf, wenn die Autos halten. Was prinzipiell schon gut und richtig ist. Nur eines wurde dem Kind nie gesagt: Was es machen soll, wenn gar kein Auto weit und breit zu sehen ist. Dann darf es nämlich auch so die Strasse überqueren.

Wichtig ist, dass den Autofahrern diese schulische Unzulänglichkeit bewusst wird. Daneben gibt es zwei Punkte, die es bei Schulkindern im Strassenverkehr zu beachten gilt. Es ist mir sehr wichtig, hier auf diese hinzuweisen:

  • Immer ganz anhalten: Je nach Alter können Kinder überhaupt nicht zwischen fahrenden und stehenden Autos unterscheiden, oder auf jeden Fall ihre Geschwindigkeit nicht richtig einschätzen. Daher nie bloss verlangsamen, um Kinder über den Fussgängerstreifen laufen zu lassen, sondern immer komplett anhalten, und das möglichst nicht direkt vor dem Fussgängerstreifen, sondern schon ein paar Meter davor.
       
  • Keine Handzeichen geben: Das Kind muss sich selbst vergewissern, ob es die Strasse sicher betreten kann. Verlässt sich ein Kind einzig auf das Handzeichen des stillstehenden Autofahrers, übersieht es möglicherweise eine aus der anderen Fahrtrichtung nahende Gefahr.
Weitere Ratschläge werde ich hier gerne auflisten.

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