Halber Schildbürgerstreich beim Bahnhof-Kurzparking

Kurz vor Beginn der Euro 08 wurden die Parkfelder des Kurzparkings im Bahnhof Bern neu aufgemalt. Und schon bei der ersten Benutzung fällt auf: Das war ein halber Schildbürgerstreich!

Wir erinnern uns: Nach der Barriere fährt man am Alkistübli vorbei bis ganz nach hinten, und biegt dann nach links in eine enge Kurve mit spitzem Winkel (ca. 50 Grad!) ab, um zu den restlichen Parkfeldern zu gelangen.

Zwar haben die Verantwortlichen es nicht geschafft, die Kurve noch spitzer zu machen. Aber enger. Neu verlaufen die Parkfelder auf der Kurven-Innenseite nun beinhahe bis ganz nach hinten an die Wand. Hat tatsächlich jemand auf dem hintersten Parkfeld parkiert, dann ist ein Kreuzen zweier Autos in der Kurve nicht mehr möglich. Was deswegen gefährlich ist, weil die parkierten Autos die Sicht auf entgegenkommende Autos weitgehend verhindern.

Kurzparking 2

Schlimm ist, dass diese gefährliche und nervenaufreibende Situation offenbar absichtlich geschaffen wurde. Denn auf dem weiteren Weg zu den hintenliegenden Parkfeldern sind neben den Parkfeldreihen Pfeile in beiden Richtungen aufgemalt, welche dem Kreuzen zweier Autos behilflich sein sollen. Nicht jedoch in der ersten, engen Kurve. Denn hier wurde dafür ja kein Platz belassen.

Kurzparking 1

Dies zeigt sich auch auf dem Foto. Folgt ein Autofahrer dem Pfeil Richtung Ausfahrt in gerader Linie, so prallt er in der engen Kurve in das Auto, welches auf dem hintersten Parkfeld steht. Und hier noch die nachbearbeitete Ansicht aus der Luft:

Kurzparking 3

Trotzdem kann diese absichtliche Dummbemalung der Parkfelder nur als halber Schildbürgerstreich gewertet werden. Für einen ganzen Schildbürgerstreich hätten die Verantwortlichen die erste Parkfeldreihe gleich durchgehend bis ganz nach hinten an die Wand markieren müssen.

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